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NEWS-BLOG

EA's Finanzchef Blake Jorgensen spricht jetzt nach den Mutmaßungen der letzten Wochen Klartext: Rund zehn Prozent der Mitarbeiter werden entlassen, und zwar verstärkt in der Entwicklung und im Mobile-Bereich – d.h. etwa 900 Personen verlieren ihren Job. Obwohl der Konzern zuletzt schwarze Zahlen geschrieben hat, muss dieses Geld herhalten, um die Verluste der vorangegangenen Quartale aufzufangen.

"Assassin's Creed"-Mitschöpfer Patrice Desilets scheint vom Pech verfolgt: Nach seinem Weggang von Ubisoft suchte er mit einem neuen Projekt Unterschlupft bei THQ – doch nach der Pleite des US-Publishers wurde seine neue Entwicklung ausgerechnet von seinem Ex-Arbeitgeber gekauft. Jetzt musste Desilets seinen Platz unfreiwillig räumen.

Der deutsche Engine- und Ego-Shooter-Experte CryTek beschäftigt inzwischen über 30 Mitarbeiter von "Darksiders"-Entwickler Vigil Games, darunter der einstige Studioboss David Adams. Jetzt wird die Marke versteigert – und CryTek (die zunächst kein Interesse an "Darksiders" gezeigt hatten) will kräftig mitbieten. 

Nur wenige Monate nach dem Kauf des "Star Wars"-Imperiums macht Disney die altehrwürdige Spieleschmiede Lucas Arts dicht: Die meisten der 200 Mitarbeiter verlieren ihren Job… (MEHR)

Noch dieses Jahr erscheint der "Deus Ex Director's Cut" exklusiv für Nintendos WiiU. Neben einer Gamepad-optimierten Steuerung (z.B. mit Hacken per Touchscreen) soll der Titel von Haus die beiden DLCs "Tongs Rettung" und "Missing Link" mitbringen und flüssiger in die übrige Handlung integrieren als bisher.

EA-Chef John Riccitiello räumt seinen Posten zum 30. März. Als Grund gibt der Manager die schlechten Bilanzzahlen (angeblich unter den Prognosen) an. Als Nachfolger wird EA-Sports-Leithammel Peter Moore gehandelt… (MEHR)

Bereits 17 Tage vor dem Ende der Kickstarter-Kampagne hat Richard Garriott das Ziel von einer Mio. Dollar für sein Rollenspiel "Shroud of the Avatar" erreicht. Sollte weiterhin eifrig gespendet werden, verspricht 'Lord British' Extras wie Wetter-Simulation und wehrhafte Helden-Schoßtiere.

Ex-Sony-Ingenieur Seijiro Tomita sieht in Nintendos 3DS-Handheld eines seiner Patente verletzt: Darin soll er bereits 2003 festgehalten haben, wie sich ohne Brille stereoskopische Bilder erzeugen und wahrnehmen lassen. Jetzt hat ein New Yorker Gericht Tomita 30,2 Mio. Dollar zugesprochen. Nintendo will in Berufung gehen.

Nach dem Abschluss von "The Cave" verlässt Point'n'Click-Legende Ron Gilbert ("Monkey Island") Double Fine – die Firma seines ehemaligen Lucast-Arts-Kollegen Tim Schafer. In seinem BLOG schreibt Gilbert, dass er sich neuen Projekten zuwenden möchte – wie z.B. dem iOS-Spiel "Survy Scallywags in The Voyage to Discover the Ultimate Sea Shanty: A Musical Match-3 Pirate RPG". Uff, langer Titel für ein kleines Appstore-Icon… 

Do

31

Mai

2012

Kleiner und präziser als Kinect? LEAP kommt.

 

Fast schon zu schön um wahr zu sein klingen die Versprechen des amerikanischen Technologie-Unternehmens LEAP MOTION, das u.a. auf seiner Website die Fähigkeiten seiner Kreation LEAP anpreist. Letztere erscheint nicht nur auf den ersten Blick mit Microsofts Kinect-Kamera verwandt zu sein, denn das handliche Zubehörteil (im Bild oben vor einem Macbook zu sehen) dient einzig und allein dem Zweck, unsere Handbewegungen räumlich abzutasten und in Kontroll-Kommandos für PC respektive Mac umzuwandeln. Dabei soll LEAP bis auf ein Hundertstel Millimeter genau sein und unser Gefuchtel 200 mal präziser an den Rechner übetragen als – so die Website – "alles andere auf dem Markt". Angeblich kann LEAP damit sogar Fingerglieder von Knöcheln unterscheiden und verschiedene Gegenstände in unserer Hand (wie z.B. einen Kugelschreiber) erkennen. 

 

Wer seine Anwender-Software lieber mit Gesten als Maus oder Touchpad rumkommandieren will, soll bereits Ende dieses Jahres in den Genuss kommen – und das für gerade mal 75 Dollar. Keine Frage: Das klingt interessant, allerdings haben seit Kinect so einige namhafte Entwickler und Hersteller eine präzise Bewegungssteuerung versprochen, um letztlich daran zu scheitern. Darunter auch das für seine hochkarätigen Grafiktabletts bekannte Unternehmen Wacom: Mit seinem von der Grafiker-Gemeinde größtenteils harsch kritisierten "Inkling" will man das digitale Zeichnen vom künstlichen Tablett zurück aufs Papier befördern. Hierfür klemmt der Grafiker einen Scanner-Clip ans Zeichenpapier, der dann die Bewegungen eines speziellen Kugelschreibers bzw. dessen Druckstärke registriert. Leider scheitert die schöne Idee an der Ausführung: Die Illustrationen werden nicht präzise genug übertragen und sind im Grunde nicht mal für schnelle Skizzen zu gebrauchen. Fazit: Flop.

 

Ob LEAP ausgereifter wird? Wir wagen es zu bezweifeln und vermuten dahinter eher einen von vielen bald kommenden Schnellschüssen, die von Kinect inspiriert sind, aber ebenso wie das Original nicht darüber hinwegtäuschen können, dass gute Bewegungssteuerung noch mehr Zeit braucht, um zu funktionioeren – und mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als 75 Dollar. Aber wir lassen uns gerne eines Besseren belehren!

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