Eindrücke von der Gamescom 2010, Teil 3

Space Marine (PC, PS3, Xbox 360):

Keine Menschen im herkömmliche Sinne, sondern speziell für den Krieg gegen Orks und anderes Chaos-Gesocks gezüchete ÜBERmenschen sind die Space Marines aus dem Strategie-Tabletop von Games Workshop. Nachdem die infernalischen Weltraumschlachten von "Warhammer 40.000" (oder kurz "40K") bisher ausschließlich als Strategiespiel ("Dawn of War") umgesetzt worden sind, kommt jetzt endlich das längst überfällige Action-Spiel: Wir begleiten unser schwer gepanzertes und bis an die Zähne bewaffnetes Alter Ego aus der Third-Person-Perspektive und nehmen dabei orkische Horde unter Beschuss, die den Ausbildungsplaneten der Space Marines überrennen. Wie gewohnt wird mit großkalibrigen Wummen, Schwert und Kettensägen-Säbel geschnetzelt. Das sieht zwar ein bisschen nach "Gears of War" aus, und auch die visuelle Vewandtschaft zu "Starcraft" ist unübersehbar – allerdings war "Warhammer 40K" (zumindest als Tabletop) zuerst dar. GW's legendäres Miniaturen-Spiel hat schon vor Jahrzehnten ganze Legionen von Grafikern und Designern inspiriert, auf Computer bzw. Konsole indes hat sich die Marke früher eher schwer getan. Auf dem RTS-Sektor gelang mit "Dawn of War" endlich der Durchbruch – "Space Marine" schafft vielleicht das selbe Kunststück im Action-Kosmos. Grafisch hat das gewaltige Massaker genug Potential – einzig die Tatsache, dass man uns zumindest in der vorgeführten Demo nur Orks als Gegner serviert hat, ließ uns ein wenig stutzig werden.

Relics "Space Marine"-Producer Raphael van Lierop bei der GC-Präsentation seines Spiels.
Relics "Space Marine"-Producer Raphael van Lierop bei der GC-Präsentation seines Spiels.

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