Eindrücke von der Gamescom 2010, Teil 6

F.E.A.R. 3:

Die zweite Franchise, die uns einen dritten Teil beschert, ist der übernatürliche Grusel-Shooter "F.E.A.R". Wie bei "Dungeon Siege 3" wollen uns die Entwickler ein Spiel präsentieren, dessen Fokus auf dem Koop-Modus liegt. Wurde dieses Feature früher eher stiefmütterlich behandelt, gibt es jetzt immer mehr Spiele, die uns dazu auffordern, die Geschichte gemeinsam zu erleben. Interessant ist dabei, dass der zweite Spieler den Geist unseres längst verstorbenen Bruders spielt. Dadurch ergibt sich natürlich eine ganz eigene Art von Dynamik. Unser Partner kann gegnerische Scharfschützen in Besitz nehmen und so die Gegner im Kreuzfeuer aufreiben. Er hat aber dank seiner paranormalen Fähigkeiten auch einen anderen Blick auf die Spielwelt.

Eine Anmerkung der Entwickler: Sollten wir das Spiel als Singleplayer durchspielen wollen, so wird unser längst verstorbener Bruder nicht von einer KI übernommen. Vielmehr stellt man dann unsere geistige Gesundheit auf die Probe, weil uns der Gute gelegentlich gespenstisch ins Ohr flüstert…

 

 

 

Dungeon Siege 3:

Obsidian und Square Enix führen die alte Hack'n-Slay-RPG-Franchise weiter und portieren sie unter Beratung von Serien-Erfinder Chris Taylor ("Total Annihilation") auf die Konsole. Dabei fliegen Gruppen-System und Iso-Ansicht über Bord, der Fokus verschiebt sich auf den eigenen Helden. "Dungeon Siege 3" wird zum Action RPG, zerfällt dabei aber nicht zum reinen Button-Masher, sondern bietet Spieltiefe auch mit Konsolensteuerung – dank einem ausgeklügelten Stance-System und der hauseigenen Onyx-Engine. Vor allem die Möglichkeit, sofort in ein bestehendes Spiel einzusteigen, indem wir den Start-Button des zweiten Controllers drücken und so ein anderes Gruppen-Mitglied übernehmen, hat es uns angetan. Für Spieler die abends gerne zu zweit vor Konsole oder PC abhängen, wird "Dungeon Siege 3" ein 'Tasty Piece'. Die ansprechende Grafik mit dynamischen Licht-Verhältnissen brauchen wir da gar nicht erst anzusprechen.

 

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