TEST: Gods Eater Burst

(PlayStation Portable)

Als "Monster Hunter" durch die Ruinen

Ein klarer Fall für virtuelle Monsterhunter ist Namco Bandais postapokalyptisch-kreatürliche Hetzjagd "Gods Eater Burst". Weil unser Planet in ferner Zukunft von nahezu unkaputtbaren Monstrositäten überrannt und unsere schicken Metropolen in schwelende Ruinen verwandelt werden, muss die Menschheit umdenken: Aus dem genetischen Material der bizarren Gegner werden neue Waffen geschmiedet – wuchtige Kombinationen aus übergroßem Käsedolch, Plasma-Wumme und schnappendem Monstermaul. 

 

Zum Einsatz kommen diese Turbo-Verhackstückler nur in den Händen speziell ausgebildeter Soldaten – der "God Eater". Als gestandener Entitäten-Mampfer gehen wir entweder an der Seite tapferer KI-Kameraden oder per Wifi-Netzwerk kurzgeschlossener Multiplayer-Waffenbrüder auf die Jagd. Geschnetzelt wird wie beim großen Capcom-Bruder "Monster Hunter" in Action-Echtzeit: Wir teilen auf Knopfdruck kräftige Schwerthiebe aus, beim Distanz-Kampf wiederum verwandeln wir unseren Monsterschneider in eine krasskalibrige Kanone und beharken die Widersacher per Fadenkreuz. Haben wir den vielzahnigen Kotzbrocken schön mürbe geklopft und geballert, falten wir das bereits erwähnte Monsterschnappmaul aus und kauen auf diese Weise eifrig Items aus dem Kreaturen-Kadaver. 

 

 

Zurück in der Basis, wird die Beute entweder meistbietend verscheuert oder "Monster Hunter"-artig für die Verbesserung unserer Ausrüstung eingesetzt. Danach geht's zurück zur entzückenden Kollegin hinter dem Missions-Tresen: Wir nehmen einen Auftrag an, stellen unsere Vierertruppe zusammen und gehen wieder auf die Jagd. 

 

Keine Frage: Wer Capcoms "Monster Hunter" mochte, der wird das Namco-Spiel mit dem komischen Titel lieben – besonders dann, wenn er ein Faible für postapokalyptische Science-Fiction mit Anime-Schlagseite hat. Wir haben uns jedenfalls sofort in das wunderschön ausgearbeitete Szenario verliebt, uns diebisch über jeden einzelnen der tollen 3D-Charaktere gefreut und mit Wonne die ekligen Kontrahenten zerstückelt. Highlight sind ganz klar die prachtvoll inszenierten Ruinenstädte und der filmreife, wuchtig abgemischte Soundtrack. Wirklich genervt hat uns allein die verhältnismäßig hohe Einstiegshürde beim hoffnungslos überfrachteten Kontrollschema: Anstatt uns Babyschritt für Babyschritt an die Materie heranzuführen, haut man uns das ganze Regelwerk auf einmal mit geballter Wucht in die Fresse – aua. 

 

Hat man diesen Hieb erstmal verdaut, offenbart "Gods Eater Burst" aber echtes Suchtpotential… frei nach dem Motto: "Nur noch dieses eine Monster…"

 

Unsere Wertung: 13 von 15 (sehr gut)

 

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