iGames: Death Rally


(iPad 2, iPad, iPod Touch, iPhone)

"Mad Max" trifft "Micro Machines"

Qualmende Reifen und von den Felgen bis zur Karosserie gepanzerte, schwer bewaffnete Boliden, die aus allen Rohren feuern: Das ist die brutale "Death Rally" – und obwohl Entwickler Remedy hier ein knallhartes Action-Racing abliefert, sieht es unglaublich putzig aus. Der Grund: Wie einst Codemasters' "Micro Machines" werden die "Death Rally"-Flitzer von oben gezeigt – eine Design-Entscheidung, die bereits 1996 getroffen wurde, denn zu dieser Zeit sind Remedys Action-Autolein zum ersten Mal an den Start gegangen… ausschließlich für PCs.

 

In dieser Zeit waren Rennspiele aus der Vogelperspektive keine Seltenheit – auch Rockstars bzw. DMA's gefeiertes "Grand Theft Auto" wurde damals 'von oben' gezockt. Der Grund: Technische Beschränkung. Heute scheint dieses Konzept für portable Plattformen wie die von Apple geradezu perfekt. Denn obwohl einige Racer bereits eine überraschend schicke 'Hinter dem Auto'- bzw. Cockpit-Perspektive bieten, sind iPad, iPhone & Co. für verspieltere und handlichere Titel doch deutlich besser geeignet. Umso passender, dass uns Remedy jetzt einen Titel bringt, der Carrera-Bahn mit "Mad Max" paart. In "Death Rally" trifft Raserei auf Ballerei – Ballerei mit Shotgun, Gatling Gun und ähnlich großkalibrigen Geschossen, die wir in der Werkstatt für unsere hart erfahrenen Dollars bekommen.

 

"Hart erfahren", weil die "Death Rally" ihrem Namen alle Ehre macht: Selbst auf den Einsteigerkursen ist eine Erstplatzierung nur mit viel Übung machbar, unter 'Easy' beinahe schon unmöglich. Abseits des zu knackig geratenen Schwierigkeitsgrades ist der "Matchbox Mad Max" aber eine echte Hit-App: eindrucksvolle 3D-Grafik und kernige Rock-Songs gehören ganz klar zur technischen iGames-Elite, obendrein punktet Remedys Raserei mit einem genialen Physik- und Trägheitsmodell, mit dem jede Kurve zum Genuss wird.

 

Unsere Wertung: 13 von 15 Punkten (sehr gut)

 

 

 

 

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