Tim Schafer mit Klingelbeute

Gerade erst haben wir darüber berichtet, dass Double-Fine-Chef und "Monkey Island"-Mitmacher Tim Schafer durch den Entwickler-Kollegen Markus Persson die Finanzierung einer "Psychonauts"-Fortsetzung angeboten bekommt, da sorgt der Adventure-Profi schon für die nächste Schlagzeile: Per Crowdsourcing macht er mit dem virtuellen Klingelbeutel die Runde, um genügend Geld für ein neues Point'Click-Adventure zusammen zu kriegen – einem Genre, das laut Schafer außerhalb von Deutschland schon lange tot und nur noch reine Kunstform ist. Golem.de berichtet außerdem, dass besonders großzügige Wohltäter, die Double Fine 15.000 US-Dollar oder mehr spenden, das Entwickler-Team zum Abendessen und anschließend auf die Bowling-Bahn begleiten dürfen. Angeblich wären die Kosten für das Spiel mit 400.000 Dollar gedeckt: eine Summe, die bereits wenige Stunden nach Eröffnung der Sammlung unter http://www.kickstarter.com/projects/66710809/double-fine-adventure gedeckt war und nach nicht mal 24 Stunden schließlich die Millionen-Grenze durchbrach – ein neuer Rekord im Bereich 'Crowdsourcing'. 
Zur Erklärung: 'Crowdsourcing' ist eine vor allem bei Independent-Produktionen beliebte Vorgehensweise zur Monetarisierung. Im Spielebereich besonders bekannt ist die digitale Kollekte 'Kickstarter.com', die es der Community erlaubt, sich an der Finanzierung von 'Herzensangelegenheiten' zu beteiligen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Rolf (Samstag, 11 Februar 2012 03:35)

    Ich bin im Moment mitten in Gray Matter. Das Adventure spiele ich auf der Xbox 360. Es gibt leider nur sehr wenige solcher Games auf Konsole. Für den PC gibt es einige Point&Click-Adventures von denen ich gehofft hatte, dass sie auch noch auf Wii oder einer anderen Konsole erscheinen. Ich spiele einfach nicht sehr gerne am PC. Hoffentlich wird das Adventure von Tim Schafer auch auf einer Konsole umgesetzt.

  • #2

    Robert Bannert (Samstag, 18 Februar 2012 19:39)

    Schafer denkt eingedenk des hohen Kickstarter-Resultats wohl tatsächlich über Konsolen-Versionen nach, deutet aber auch an, dass Entwicklung für XBLA & Co. schon aufgrund der horrenden Patch-Kosten (angeblich um die 40.000 Dollar) für kleine Publisher eine recht unerschwingliche Sache wäre…