Double-Fine-Beispiel macht Schule

Bald auch reif fürs 'Crowdsourcing'? Ein neues "Planescape Torment"?
Bald auch reif fürs 'Crowdsourcing'? Ein neues "Planescape Torment"?

 

Am 10. Februar haben wir darüber berichtet, wie Double-Fine-Chef Tim Schafer via Kickstarter mit dem virtuellen Klingelbeutel umging, um ein neues, bis dato unbenanntes Adventure-Projekt zu finanzieren und dabei statt der ursprünglich angepeilten 400.000 Dollar innerhalb kürzester Zeit über 1,5 Mio. Dollar einsackte. 

 

Kein Wunder, dass eine derartige Geschichte Nachahmer inspiriert: Obwohl das Modell 'Crowdsourcing' nicht neu ist, so sind derart exorbitante Summen wie die von Schafer gesammelte eher unüblich – eine Tatsache, die vermutlich nicht zuletzt der explosiven Kombination aus den beiden Wörtchen 'Schafer' und 'Adventure' geschuldet ist.

 

Die ersten, die ohne Umschweife Interesse an dem Modell bekundet haben, sind die auf RPG-Fortsetzungen spezialisierte Spiele-Schmiede 'Obsidian' ("Fallout New Vegas", "Dungeon Siege 3") sowie David Jaffe. Der "Twisted Metal"-Schöpfer wird in einigen Wochen 'Eat Sleep Play' verlassen, um dann in San Diego ein neues Studio auf die Beine zu stellen – und für die Finanzierung erster Projekte käme ihm eine spendable Community gerade Recht. 

 

Obsidian wiederum will vor einer potentiellen Spendenrunde erstmal in die Community horchen, um zu erfahren, was sich die Fans denn so wünschen: Ein neues "Planescape Torment" vielleicht? Oder ein "Neverwinter Nights 3"? 

 

Wir bezweifeln allerdings, dass sich das Erfolgsbeispiel 'Double Fine Adventure' schnell wiederholt, denn wenige Spieler-Gemeinschaften sind ähnlich schnell durch einen prominenten Namen zu locken wie Point'n'Click-Fans.

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