dtp Entertainment meldet Insolvenz an

Soll angeblich trotz Insolvenzantrag noch wie geplant erscheinen: Der zweite Teil des Point'n'Click-Abenteuers "Memento Mori".
Soll angeblich trotz Insolvenzantrag noch wie geplant erscheinen: Der zweite Teil des Point'n'Click-Abenteuers "Memento Mori".

 

Nicht nur US-Publisher THQ hat Probleme, auch hierzulande könnte es demnächst einen Sterbefall zu beklagen geben: Der Hamburger Publisher dtp Entertainment hat Insolvenz angemeldet. Damit droht über hundert Angestellten am Hamburger Standort die Entlassung, auch die beiden firmeneigenen Entwickler-Studios 'Cranberry Production' aus Hannover bzw. 'RealU' in Singapur dürften davon betroffen sein – es sei denn, es findet sich im Falle der endgültigen Pleite ein Käufer. 

 

dtp Entertainment wurde 1995 als Multimedia-Label und für die digitale Vermarktung bekannter Brands wie Hörzu und Focus gegründet, 1999 firmierte man zur AG um und gab den Einstieg in den Markt für Computerspiele bekannt. Zusammen mit der bis 2001 aktiven Spiele-Sparte des Egmont-Ehapa-Verlags veröffentlichte man das erste "Gothic". Andere vor allem hierzulande prominente Spiele des Herstellers sind die "Drakensang"-RPGs nach dem bekannten deutschen Paper'n'Pencil-Game "Das Schwarze Auge", das RPG "Divinity 2: Ego Draconis" und div. Adventure-Games á la "Black Mirror", "Mata Hari" und "Memento Mori". Außerdem erschienen hier die ersten beiden Teile von Pendulos bekannter Adventure-Reihe "Runaway".

 

Wie es zur Insolven kam bzw. an welchen Titeln sich der Publisher 'verhoben' hat, ist noch nicht bekannt. Das ehemals als Tochterfirma gegründete, aber inzwischen vom Mutterhaus unabhängige Unternehmenm "dtp Young Entertainment" ist vom Insolvenzgang unbetroffen.

 

 

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