Einfach unglaublich: AWESOMENAUTS

Wirkt nur auf den ersten Blick chaotisch: Die weitläufigen Horizontal-Welten aus "Awesomenauts". Wer sich erstmal in den weitläufigen Levels zurechtgefunden hat, der weiß ihre Größe zu schätzen – immerhin kann er sich hier so richtig schön austoben.
Wirkt nur auf den ersten Blick chaotisch: Die weitläufigen Horizontal-Welten aus "Awesomenauts". Wer sich erstmal in den weitläufigen Levels zurechtgefunden hat, der weiß ihre Größe zu schätzen – immerhin kann er sich hier so richtig schön austoben.

 

Eine bunte Comic-Rasselbande ist es, die uns der holländische Entwickler Ronimo und der deutsche Publisher dtp (der jüngst durch den Gang zum Insolvenzgericht in die Schlagzeilen kam) hier präsentieren: Man inszeniert das Genre "Multiplayer Online Battle Arena" als wuselige Kreuzung aus grellem 80er-Jahre-Cartoon, Echtzeit-Strategie und horizontal scrollender 'Tower Defense'-Ballerei. Putzige Weltraumsöldner wie der schnauzbärtige Space-Cowboy Lonestar (evtl. verwandt mit "Lone Starr"?), glubschäugige Reptilienkämpfer, durchgeknallte Primaten, schwebende Gehirne und hünhafte Cyborgs mit stählerner Fressluke treten in drei unterschiedlichen Arenen an, um die Erzminen ihrer Klienten zu verteidigen bzw. die Vorkommen konkurrierender Unternehmen zu zerbröseln. 

 

Dabei stehen sich die im Wettstreit befindlichen Söldner-Parteien aber nicht nur gegenseitig im Weg – außer den Helden sollen durch die Level-Landschaft schwadronierende Roboter-Dronen und Geschütztürme den Gegner davon abhalten, das jeweilige Erzvorkommen unter Beschuss zu nehmen. 

 

Weil es besonders die schwer gepanzerten Türme in sich haben, sollte man beizeiten die eigene Feuerkraft steigern: z.B. durch einen Shopping-Trip zum Waffen- und Fertigkeits-Dealer unseres Vertrauens. Der findet sich praktischerweise direkt nebem der eigenen Mine (hier tauchen wir auch wieder auf, nachdem wir das Zeitliche gesegnet haben) und hält neben fetten Plasmawummen garstige Accessoires wie TNT-Stangen oder Skill-Booster parat. 

 

Haben wir eines oder mehrere Matches hinter uns gebracht (nicht unbedingt, aber idealerweise auf der Gewinnerseite), dann dürfen wir unser Figürchen regelmäßig mit neuen Fertigkeiten und Ausrüstungs-Extras ausstatten.
Haben wir eines oder mehrere Matches hinter uns gebracht (nicht unbedingt, aber idealerweise auf der Gewinnerseite), dann dürfen wir unser Figürchen regelmäßig mit neuen Fertigkeiten und Ausrüstungs-Extras ausstatten.

 

Mindestens genauso nützlich sind die individuellen Spezialfertigkeiten unseres Alter Egos, die uns z.B. einen holographischen Stier heraufbeschwören lassen, damit der die feindlichen Ballermänner unter lautem Gemuhe über den Haufen galoppiert. 

 

Obwohl die Shooter-Szenarien zunächst durch ihre schiere Weitläufigkeit eher verwirren denn verzücken, hat man sich nach den ersten munteren Schlachten damit arrangiert – zumal die Levels reichlich launige Extras wie Flipper-ähnliche Bumper bereithalten. Mit deren Hilfe lassen sich die riesigen Distanzen ungleich flotter zurücklegen als zu Fuß bzw. per Raketenstiefel. 

 

Keine Frage: Selbst ausgesprochene Mehrspieler-Muffel und Tower-Defense-Gegner fühlen sich von der hübschen Präsentation und dem motivierenden Fertigkeits-Angebot angesprochen. Obendrein verlockt die Möglichkeit, die eigene Figur durch emsiges Ballern zu verbessern und weiter zu individualisieren. 

Wer schicke Comic-Grafik und Horizontal-Scroller mag, legt die ca. zehn Euro gerne an – denn für diesen schmalen Preis gibt's den Titel auf XBLA und PSN. 

 

 

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