iOS: World War Z


 

Die Zombiekalypse bricht los – und wir sind mitten drin: Noch bevor der Film mit Brad Pitt in die Kinos kommt, dürfen iPhone- und iPad-Besitzer auf Untoten-Jagd gehen – ob sie das auch wirklich wollen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Die mobile Zombie-Schlacht "World War Z" schafft zwar das Kunststück, uns trotz Touchscreen-Handicap eine ordentliche Ego-Shooter-Steuerung zu bescheren (per Tap auf den Boden geben wir das Marschziel vor; geschossen wird automatisch, sobald wir das Fadenkreuz mit gezückter Waffe über einen Gegner bugsieren), doch bei den Nahkämpfen gegen die knurrenden und sabbernden Infizierten versagt der als 'Survival Horror' deklarierte Titel total: Ausweichen, mit vorgehaltenem Brecheisen die Beißattacken abwehren und per 'Swipe' zuschlagen: Klingt griffig, funktioniert aber so selten, dass wir regelmäßig zu Tode geknabbert werden. Und hier sind wir schon beim nächsten Problem: Obwohl der 3D-Shootout mit 4,49 Euro bereits in der oberen Preisklasse der iOS-Games rangiert, zwingt er uns noch teure Ingame-Käufe auf, ohne die wir kaum eine Chance haben. Während man für Munition und die unterschiedlichen Bleipusten noch die simpel zu ergatternden Erfahrungspunkte eintauscht, wollen zusätzliche Knarren, Upgrades und insbesondere die teuren Medi-Spritzen mit harter Währung gekauft werden: Das ist umso ärgerlicher, da sie anders als die reichlich über die 3D-Landschaft verteilten Patronen-Päckchen ausgesprochen rare Fundstücke sind – man kommt um den Kauf also nicht herum.

Bei einem 89-Cent oder Free2Play-Titel wäre dieses Taktik noch nachvollziehbar, aber als Dreingabe zu einem ohnehin schon überteuerten und visuell eher zweifelhaft inszenierten Scharmützel ist's schlicht dreist. Unser Tipp: Wer unbedingt auf Zombiejagd gehen will, hält sich lieber an die putzigen Pixel-Schlachten von Halfbrick. 

 

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