XBLA, PSN und PC: STORM


 

Vom Winde verweht: Der ausschließlich als Download erhältliche Plattform-Knobler "Storm" (PS3, Xbox 360, PC) will, dass wir eine leckere Zitrusfrucht mit Hilfe der Witterung auf fruchtbaren Boden bugsieren, damit dort ein neues Bäumchen sprießen kann. Mit Windböen (vom lauen Lüftchen über steife Brise bis hin zum ausgewachsenen Orkan) pusten wir das Fallobst über Wiesen und durch Felslöcher. Sammeln wir dabei neue Wetterkräfte, dürfen wir außerdem die Himmelsschleusen öffnen und ein ausgewachsenes Donnerwetter heraufbeschwören: Gezielte Blitzschläge bringen die Frucht zum springen oder zerbröseln Hindernisse. Üppige Regenfälle wiederum lassen Grotten und Löcher volllaufen, damit das Zitrönchen nach oben schwimmt. Zielen wir mit unserem Schauer auf ein Gasvorkommen, dann entstehen dort Blubberblasen, die das Obst umschließen und ihm Auftrieb geben, wo wir es wiederum per Pustefix in die gewünschte Richtung blasen. 

 

Gehen Frühjahr bzw. Sommer erstmal in Herbst und Winter über, dann gesellt sich zu den kopflastigen Physik-Puzzles außerdem ein frustiges Geschicklichkeitselement: Das ohnehin schon knackige "Storm" wird noch schwerer und behäbiger. Durch das Pflanzen neuer Bäume lässt uns das Spiel zwar regelmäßig Rücksetzpunkte platzieren – doch haben wir den Level-Aufbau erstmal zu stark vermurkst, dann ist nichts zu mehr zu retten und wir müssen den aktuellen Abschnitt Menü-seitig neustarten. 

 

Wer die zahllosen Neuanfänge verknuspern kann und generell über eine hohe Stress-Resistenz verfügt, der kobelt probe und freut sich über ein ausgefuchstes Level-Design mit esoterisch-meditativem Soundtrack – Durchschnitts-Puzzler dagegen nehmen im Interesse ihrer geistigen Gesundheit Abstand. 

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