Switch 2: Rekord-Verkäufe trotz Meckerei


NEWS • Doofes Display, schwache Spiele, zu wenig Innovation und jede Menge Abzocke: Glaubt man den vielen, vielen erregten Rage-Bait-(Video)Beiträgen rund um Nintendos neue Konsole, ist die Switch 2 wenig mehr als ein unbenutzbarer, überteuerter Klumpen Videospiel-Schrott und Nintendo das neue Electronic Arts. Buuuuh!!!! 

 

Naja, wir elektrospieler haben auf jeden Fall eine Menge Spaß mit der neuen Hybrid-Hardware – und entweder geht es mehr als 17,37 Mio. anderen Games-Begeisterten (vier Mio. allein davon in Europa) genauso … oder es gibt DEUTLICH MEHR nicht nur leidensFÄHIGE, sondern vor allem leidensWILLIGE Zocker als wir dachten. Denn so viele Kunden haben in gerade mal sieben Monaten seit Veröffentlichung des Spaß-Systems (am 05. Juni 2025) zugegriffen. Oder? Moment, halt – bei den 17,37 Mio. Stück handelt es sich um den bisherigen REINverkauf des Systems – also die an den Handel verkaufte Stückzahl. Der tatsächliche DURCH- bzw. "Endkunden"-Verkauf soll bei um die 15 Mio. Konsolen liegen – immer noch stattlich! Damit markiert die Switch 2 den stärksten Konsolen-Neustart des Herstellers aus Kyoto überhaupt – ein echter Rekord.

 

Ein Erfolg natürlich, der erst noch "Stehvermögen" zeigen muss: Verkaufszahlen wie die von "Mario Kart World" (14 Mio. Stück, Bundle-Angebot inklusive) oder "Donkey Kong Bananza" (4,25 Mio.) beweisen zwar den Software-Hunger der Switch-2-Kunden – doch gleichzeitig gibt es Enttäuschungen. Darunter wohl vor allem der eher nttäuschende Start von "Metroid Prime 4", das von Fans wie Presse teils harsch kritisiert wurde und ersten Verkaufs-Prognosen zufolge weder auf der Switch 2 noch auf dem Vorgänger-System die Millionen-Hürde genommen haben soll. Auch "Mario Kart World" genießt – reißendem Absatz zum Trotz – aktuell keinen besonders guten Ruf und gilt gegenüber dem hochgelobten Switch-Vorgänger als nur kurzfristiger Spielspaß-Kick.

 

Aber woran liegt's? Haben die zahlreichen, teils überzogen kritischen Berichte vielen Fans die Lust genommen? Die allgemein schlechte Stimmung könnte auch Schuld daran sein, dass Nintendos Aktienkurs trotz starker Switch-2-Verkäufe bei nur 55 Euro pro Papier herum dümpelt. Zum Vergleich: Bei Release der Hardware waren es noch starke 80 Euro. Keine Katastrophe – aber immerhin ein Indiz dafür, dass es Marios neuem Tummelplatz an etwas Wesentlichem zu fehlen scheint – wie etwa einem Hit von "Mario Odyssey"-Kaliber, der eindrucksvoll beweist, dass die neue Hardware kein bloßes Switch-Update, sondern eben ein ECHTER, WÜRDIGER Nachfolger ist. Höchste Zeit, dass der Klempner und seine Freunde verlorenes Kundenvertrauen zurückgewinnen – dann klappt's auch wieder mit dem Aktienkurs.