Bloß nicht verlaufen: die größten Spielwelten

 

Kleine oder geradlinige Spiel-Szenarien sind out, Bewegungsfreiheit ist in: Wir verraten, welche Open-World-Spielwelten die Reise wert sind. Aber Vorsicht: Kompass, Proviant und extra Socken nicht vergessen!



 

Gigantische, vor künstlichem Leben brodelnden 3D-Metropolen. Digitale Paradiese von atemberaubender Schönheit. Virtuelle Ozeane, so weit das Auge reicht. Und endlose Schlachtfelder, auf denen ein niemals endender Konflikt tobt: Der Trend bei der Spiele-Entwicklung geht immer stärker in Richtung Open World, trotzdem gibt es riesige Games-Kosmen nicht erst seit gestern. Unsere Galerie zeigt die größten und schönsten Ausflugsziele für einen ausgedehnten Open-World-Urlaub. Aber Vorsicht: Die Flächen-Angaben sind ohne Gewähr, denn oft wissen nicht mal die Entwickler selber, wie groß ihre Universen wirklich sind. Viele Vermessungsergebnisse kommen von findigen Fans und manchmal gehen die Ergebnisse auch hier auseinander. Wir haben so viele Quellen wie möglich konsultiert und außerdem die gängigsten Daten auf Umrechnungsfehler hin geprüft.

 


PLATZ 20: Assassin's Creed Unity (2,8 km²)

Ein gutes Beispiel dafür, dass Fläche und Distanz in Videospielen nicht gleich Größe ist, liefert Ubisoft mit "Assassin's Creed Unity": Das Meuchel-Adventure bietet mit einer nur knapp drei Quadratkilometer großen Version von Paris zwar wesentlich weniger Auslauf als der Vorgänger "Black Flag", fühlt sich deshalb aber nur unwesentlich kleiner an. Während ein Gros der "Black Flag"-Karte vom Ozean bedeckt wird, ist in der französischen Metropole jede Ecke einzigartig. Das im Jahr darauf veröffentlichte und in London angesiedelte "Syndicate" ist übrigens exakt doppelt so groß – aber weil "Assassin's Creed" in unserer Galerie ohnehin schon dreimal vertreten ist, haben wir uns diesen Eintrag im Interesse einer glatten 20 kurzerhand gespart.

 


PLATZ 19: Batman – Arkham Knight (3,4 km²)

Die in mehrere Viertel unterteilte Karte von Gotham City ist nicht besonders groß, aber prall mit Aktivitäten gefüllt: "Batman: Arkham Knight" kommt mit so vielen Bonus-Herausforderungen und Untergrund-Gebieten, dass es manchmal regelrecht überladen wirkt. Dank Batmobil und Flugtauglichkeit gelangt die Fledermaus schnell von einem Ende der Map zum nächsten, dafür bietet die Stadt reichlich Möglichkeiten zur vertikalen Erkundung.

 


PLATZ 18: Fortnite (5,4 km²)

Die Spielfläche von "Battle Royal"-Nebenbuhler "PUBG" ist rund 22 mal größer als die von Epics "Fortnite", aber Letzteres bietet dafür die intensiveren Gefechte. Denn: Weil die Ballerei auf kleinerem Raum stattfindet, verlieren sich die Kombattanten nicht so schnell aus den Augen. Immerhin tummeln sich auch hier anfangs hundert Schießwütige auf dem Terrain.

 


PLATZ 17: Fallout 4 (10 km²)

In der echten Welt beträgt bereits die reine Landfläche der US-Metropole Boston mehr als 125 km², doch seine postapokalyptische Version in "Fallout 4" bringt es auf nicht mal ein Zehntel dieser Größe. Trotzdem ist das "Wasteland" groß genug, um sich darin zu verlaufen und eigene Mega-Bauten aus dem Boden zu stampfen. Weil Bethesdas Spiele-Helden vergleichsweise gemächlich unterwegs sind (Spitzengeschwindigkeit ungefähr vier km/h), fühlt sich der Marsch von einem Map-Ende zum anderen wie eine Ewigkeit an. Nicht mit eingerechnet sind dabei die gigantischen Gebäude, die von innen allesamt viel größer sind als ihre Fassade.

 


PLATZ 16: Kingdom Come – Deliverance (16 km²)

Die tschechische Antwort auf den polnischen "Witcher" erhebt den Anspruch auf historische Akkuratesse und zeichnet ein verblüffend genaues Bild des mittelalterlichen Böhmen. Das war zwar etwa 4.000 mal größer als in "Kingdom Come: Deliverance", aber weil Entwickler Warhorse uns die Durchquerung des Gebiets absichtlich schwer macht, fühlt sie sich wie eine Weltreise an.

 


PLATZ 15: The Elder Scrolls – Skyrim (38 km²)

 Gemessen am 15 Jahre älteren "Daggerfall" ist die Spielwelt von "Skyrim" mit ihren 38 km² ein Zwerg. Trotzdem bieten die nordischen Gefilde der "Elder Scrolls"-Spielwelt genug Platz, um ein Gefühl von Isolation und Verlorenheit zu vermitteln. In der VR-Version funktioniert das allerdings nicht ganz so gut, weil sich die Dimensionen unter dem Headset dramatisch verschieben. Auf einmal erscheinen einem vermeintlich weit entfernte Berge wie Felsbrocken und wird das weitläufige Himmelsrand zum Kinderspielplatz.

 


PLATZ 14: The Legend of Zelda – Breath of the Wild (43 km²)

Für Nintendos ersten Schritt in Richtung offene Spielwelt hat "Zelda: Breath of the Wild" mit 43 km² eine mehr als respektable Größe. Die wurden anders als die meisten anderen Open-World-Games nicht auf Schritt und Tritt mit Aktionen gefühlt, darum erzeugt Links Switch-Debüt ein Gefühl für Weite und Größe, wie es bisher keinem anderen Adventure oder Rollenspiel gelungen ist. Hier spürt man wahrhaftig den "Atem" (oder vielmehr "Ruf") der Wildnis.

 


PLATZ 13: FarCry 4 (46 km²)

Wie in jeder "FarCry"-Episode konfrontiert Ubisoft den Spieler auf Schritt und Tritt mit so vielen Figuren und Gegnern, dass man kaum genug Zeit hat, die atemberaubende Landschaft zu genießen. Denn die hat es in sich: Das ungefähr 46 virtuelle Quadratkilometer große Kyrat ist ebenso idyllisch wie mystisch und ein interessanterer Schauplatz als das einen Tick größere Montana aus Teil 5. Wegen seiner zahlreichen Indoor-Schauplätze und in der Geisterwelt spielenden Nebenhandlung fühlt es sich obendrein größer an.

 


PLATZ 12: The Witcher 3 – Wild Hunt (54 km²)

Eigentlich ist die Fantasy-Welt aus "Witcher 3" kein zusammenhängender, nahtlos begehbarer Kosmos, sondern ein Konglomerat aus kleineren Open-World-Reichen, die durch eine Weltkarte voneinander getrennt sind. Zusammen genommen bedeckt das spielbare Terrain aller "Witcher 3"-Länder (inklusive Toussaint aus der Erweiterung "Blood & Wine") ungefähr 54 km², obwohl die Landkarte ein fast dreimal so großes Gebiet illustriert. Was "Witcher 3" an reiner Fläche fehlt, das macht es allerdings durch Schönheit und sein reichhaltiges Quest-Angebot mehr als wett.

 


PLATZ 11: Grand Theft Auto 5 (80 km²)

Schon lange bevor Bethesda das Genre der Open-World-Spiele mit "Skyrim" endgültig in ein neues Zeitalter überführte, machte Rockstar die Spiele-Gattung mit seiner "GTA"-Serie salonfähig. Auch in Teil 5 wetteifern schiere Größe und ein Überangebot an verschiedenen, teils absurden Aktivitäten miteinander. Obwohl es um die Kartengröße von "GTA 5" viele Kontroversen gab, ist Los Santos nebst umliegender Gebiete die bisher größte Open-World-Sandbox der Serie.