BEI DER MACHT DES FRANCHISES: Erster Trailer zu amazons "Masters of the Universe"-Realfilm veröffentlicht

Nicht mehr wiederzuerkennen: Jared Leto als Skeletor – irgendwo hinter einer DICKEN Schicht CGI-"Makeup".
Nicht mehr wiederzuerkennen: Jared Leto als Skeletor – irgendwo hinter einer DICKEN Schicht CGI-"Makeup".

 

AUTSCH, da hat man es den Fans aber SEHR recht machen wollen! Der lang erwartette Trailer zum "Masters of the Universe"-Film von amazon ist opulent, aber auch exstrem künstlich – ein Umstand, den wir aber eingedenk der Spielzeug-Herkunft der Marke zu verzeihen bereit sind. Das Budget wurde anfangs mit um die hundert Mio. US-Dollar beziffert – jetzt sollen es (je nach Angabe) 170 oder um die 200 sein … was für eine einigermaßen ansehnliche Durch-Digitalisierung der "Spiel"welt Eternia auch das Minium sein dürfte. Mehr Geld wäre naütrlich schön gewesen: Camerons "Avatar"-Filme zeigen, WIE teuer es TATSÄCHLICH ist, eine andere Welt zu erschaffen, die trotz ihrer Digitalität einigermaßen realistisch und organisch aussieht. Der "Masters of the Universum"-Film dagegen scheint sich eher bei den jüngsten Marvel-Production-Values einzureihen.

 

Aber immerhin mutet im aktuellen Trailer alles so an, wie es sich die meisten Fans gewünscht haben dürften – man erkennt all seine Spielzeug- und Trickfilm-Kumpels aus den 80ern bzw. frühen 90ern wieder. Uns persönlich wäre eine Herangehensweise lieber gewesen, die das Franchise endlich mal WIRKLICH Kino- bzw. Realfilm-tauglich macht … greifbarer, authentischer, etwas erwachsener … mehr Fantasy- als Plastik- und Spielzeug-Schlacht. Also kein Film, bei dem man sich denkt "Ok, da haben sie die Spielzeugmarke in einen Kinofilm verwandelt", sondern vielmehr eine "JA, dieser Film hätte die VORLAGE für die Spielzeuge GEWESEN SEIN KÖNNEN!"-Umsetzung.

 

Aber wir wissen ja, wie Fans sind – da wäre ein massiver Shitstorm die unweigerliche Folge gewesen. Ob die hier geäwhlte Herangehensweise abseits der Fan-Bubble viele Zuschauer ins Kino locken wird, darf allerdings bezweifelt werden. Wir halten einen Kino-Flop, der später per Streaming sein Publikum findet, für wahrscheinlicher. Wenn die alt und fett gewordenen Eternia-Kids von einst (wie wir) vor der heimischen Mattscheibe hocken, um daraufhin "BEI DER MACHT VON GRAYSKULL" zu schwören, endlich öfter als zweimal im Jahr ins Fitness-Center zu gehen. Schade nur, dass bei einer amazon-Produktion wohl kaum mit einer Disc-Veröffentlichung zu rechnen sein wird – auch wenn das eingedenk der Retro-gepolten Zielgruppe ein ziemlich cleveres Vermarktungs-Manöver wäre. So als 4K-Limited-Edition mit großer Skeletor-Figur? Na? Anybody?

 

Richtig niedlich finden wir übrigens die Idee, dass Prinz Adam auf der Erde aufwächst und offenbar selber ein Nerd ist – womit er in die Nähe seiner Fans rückt und Eternia später aus DEREN Perspektive erlebt. Das könnte dem schrulligen Thema außerdem zu genau dem Schuss Selbstironie verhelfen, der nötig ist, damit ein auf Spielzeugen basierender Film nicht zu affig wirkt.