Devil May Cry – definitive Edition

Aus Neu mach noch "noch neuer": Mit der "Definitiven Edition" seiner zwei Jahre alten "Devil may cry"-Neuauflage wollen es Capcom und Ninja Theory noch mal genau wissen. Dämonenhäscher Dante lässt auf PS4 und Xbox One noch mal seine Kampfspielmuskeln spielen. 


PS4, Xbox One

von Capcom

für Fortgeschrittene und Profis


im Handel

ca. 35 Euro

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Mit dem Neustart seiner Story-Klopperei "Devil may cry" spaltete Capcom auf PS3 und Xbox 360 die Lager: Die einen hießen die Trash-Movie-artige Herangehensweise durch den britischen Entwickler Ninja Theory willkommen – für die anderen war die Neu-Interpretation zu weit ab vom Flair des japanischen Originals. Vor allem der auf Boygroup- und Emo-Star getrimmte Dante hatte mit dem erhabenen, weißhaarigen Haudrauf der PS2-Klassiker so gar nichts mehr gemein.    


Jetzt bekommen die Kritiker noch einmal eine Chance, sich mit dem jüngeren und frecheren Dämonenjäger anzufreunden – denn auch vor dem inzwischen zwei Jahre Dämonen-Geschnetzel macht das allgemein grassierende HD-Recycling jetzt nicht mehr Halt. Der (neue) neue Dante rammt den Marionetten-artigen Ekelviechern und kreischenden Harpyen seinen massiven Zweihänder jetzt bei vollen 60 Einzelbildern pro Sekunde und bei Full-HD-Auflösung ins Polygon-Gedärm: Das Ergebnis ist ein noch schöneres und detailreicheres Spektakel, dem man das fortgeschrittene Alter allerdings an vielen Stellen trotzdem überdeutlich ansieht. Gerade Gebäuden und größeren Objekten mangelt es an der Sorte visueller Details, an denen man einen echten Next-Gen-Titel erkennt – doch vor allem in den Sequenzen offenbaren die nun unmittelbar vor der Kamera chargierenden Figuren ihr maskenhaftes und stellenweise arg steifes Naturell. 


Trotzdem: "Devil may cry" ist und bleibt eine der spektakulärsten Videospiel-Kloppereien der jüngeren Vergangenheit und trumpft auch in der HD-Version vor allem mit einem hochdynamischen Kampfystem auf. Das wirkt hier und da zwar noch immer etwas überladen, doch gerade Genre-Profis genießen die facettenreichen Metzel-Möglichkeiten. Außerdem freuen sie sich über ein paar Detailverbesserungen: Das neue Fadenkreuz verbessert vor allem im dichten Gegner-Getümmel die Chancen darauf, mit den eigenen Angriffen den richtigen Feind zu verhackstücken. Blitzprügler freuen sich inzwischen über den 20 Prozent schnelleren Turbomodus, während die härtesten Dämonenjäger ihre Vernichtungs-Fähigkeiten an dem besonders kniffligen "Gods must die"-Schwierigkeitsgrad messen. 


(Robert Bannert für elektrospieler und teleschau)


7.5

gut

Grafik: befriedigend

Sound: gut

Steuerung: gut

Spielspaß: gut



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