Ubi-Update: Stellenabbau und neues "Assassin's Creed"


 

news • Große Spiele-Hersteller machen sich aktuell nicht gerade beliebt – vorwiegend wegen der oft willkürlichen erscheinenden Einstellung von Projekten, Studio-Schließungen oder rabiatem Stellenabbau. Gerade erst hat Microsoft den Unmut vieler Gamer auf sich gezogen, indem man die Schließung des zu Bethesda gehörenden Entwicklers Tango Gameworks ("Evil within") ankündigte.

 

Jetzt ist Ubisoft an der Reihe – auch wenn die Nachricht, dass man die Belegtschaft innerhalb der letzten 18 Monaten um 1.700 Angestellte hat schrumpfen lassen (auf 19.000), vergleichsweise unspektakulär anmutet – vor allem deshalb, weil man den als nötige Einsparmaßnahme verkauften Massen-Rausschmiss peu a peu vorgenommen hat. Clever – aber deshalb natürlich nicht weniger gemein. Zumal auch Ubisoft-Boss Yves Guillemot – quasi im selben Atemzug – u.a. auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz verweist, um Personalkosten einzusparen. Nicht so clever.

 

Außerdem will man sich künftig noch stärker auf die Kern-Marken "Assassin's Creed" bzw. "Rainbow Six" sowie Open-World-Action und den Games-as-service-Ansatz konzentrieren. Im Grunde nichts Neues also – allerdings liest sich der Release-Fahrplan für das laufende Ubisoft-Jahr auch entsprechend … naja … überschaubar: Während man die Entwicklung der geplanten Free-to-Play-Schießbude "The Division Heartland" gleich ganz eingestellt hat, sollen es 2024 "The Division Resurgence", "Rainbow Six Mobile" und "Xdefiant" (ebenfalls alle F2P) richten. Premium-Gamer dagegen dürfen sich wohl nur auf das bereits vor einiger Zeit angekündigte "Star Wars Outlaws" freuen – ebenso wie auf das gerade erst enthüllte "Assassin's Creed Shadows".

 

In Letzterem sollen Ubisofts Meuchler – anders als beim vergleichsweise kleinen "Mirage" – wieder in einer großen, offenen Spielwelt unterwegs sein. Auf diese Weise bereist man diesmal das alte Japan – und zwar offenbar zu Nobunagas Zeiten, denn zu den beiden spielbaren Charakteren gehört neben der Shinobi-Dame Naoe auch der schwarze Samurai Yasuke – eine historisch verbriefte Persönlichkeit. Angeblich ist der mutmaßlich aus Wesafrika stammende Hüne als Sklave nach Nippon gelangt, bevor er sich dann später mit berühmten Feldherrn Oda Nobunaga anfreundete, der den bärenstarken Yasuke rasch in seinen innersten Krieger-Zirkel aufgenommen haben soll. Bis heute ranken sich jede Menge Mythen, Legenden und Geschichten um den "schwarzen Samurai" – darunter sogar eine eigene Anime-Serie auf Netflix.

 

"Assassin's Creed Shadows" soll am 15. November für PS5, Series X/S und PC erscheinen – u.a. als luxuriöse und knapp 280 Euro teure "Collector's Edition", die mit 40 cm hohen Kombi-Statue von Naoe und Yasuke, einem Katana-Tsuba (Stichblatt) in Original-Größe, Mini-Artbook sowie einigen anderen Extras kommt. Eine Macintosh-Version des Spiels scheint nur digital und über den Appstore zu erscheinen.