Fallout Shelter

Haste mal nen Kronkorken? Mit seiner iOS- und Android-App "Fallout Shelter" versüßt Bethesda seinen Fans das Warten auf "Fallout 4".


iOS

von Bethesda

für einen Spieler

für Fortgeschrittene und Profis


im Handel

kostenlos (mit In-App-Käufen für 0,99 bis 19,99 Euro)

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Wer so tief nach unten bauen will wie oben im Bild, der muss zunächst für viel Geld sperrige Felsbrocken beseitigen lassen und Aufzugsschächte ins Erdreich treiben.

Floriert unser 'Vault', dann lockt er immer mehr neue Bewohner an – bis die Wasteland-Bewohner uns wie im links im Bild förmlich die Bude einrennen.



Unter den Fans von Bethesdas Rollenspiel-Reihe "Fallout" ist der kleine 'Vault-Boy' längst Kult: Im Game erfüllt der geschniegelte Dauer-Grinser die Rolle eines post-nuklearen Erklärbärs, der dem Spieler die komplexen Regelmechanismen näherbringt. Außerdem tummelt er sich im 'Pipboy' – einem digitalisierten Armband mit grünem LCD-Display, über das der Held sein Objekt- und Datenchaos verwaltet.

Das Warten auf "Fallout 4" können sich Fans jetzt mit einer App vertreiben, in der 'Vault Boy' und ähnlich gestaltete 'Vault'-Bewohner die Stars sind. Nach der atomaren Apokalypse drängt sich hier eine Gruppe aus Überlebenden in einem solchen 'Vault' zusammen – also einem luxuriösen Bunker, in dem man hinter einem monströsen Stahlschott ein normales Leben führt, während draußen die Welt den Bach runtergeht. Oder sich zumindest daran versucht: Aufbereitungsanlagen sorgen für Frischwasser, Reaktorräume füttern die wachsende Vault-Struktur mir Strom und Restaurants speisen die hungrigen Bewohner, während man in Krankenstationen verhindert, dass ihnen im Falle von aggressiver Strahlenkrankheit ein dritter Arm wächst. Bethesda präsentiert den täglichen Überlebenskampf unter der verseuchten Erde als schlichte Simulation, bei der man per Touchscreen-Druck Ressourcen-Räumlichkeiten hinzufügt und neue Bewohner zusammen in kuschelige Zimmerchen verfrachtet, damit sie dort für den lebenswichtigen Nachwuchs sorgen. Leider kostet all das harte Ingame-Währung – die in "Fallout" typischen 'Nuca Cola'-Kronkorken.



 

Dabei sind die Preise für fast jede Installation so gesalzen und gepfeffert, dass es ohne Echtgeld-Investition schnell nicht mehr weitergeht: Für 99 Cent bis 19,99 Euro gibt's 'Lunch-Boxen' mit Sammelkarten – hinter denen wiederum verbergen sich Energie- bzw. Finanz-Upgrades, seltene Figuren und Ausrüstungsstücke, die einen Erkundungsmarsch ins gefährliche 'Wasteland' jenseits der 'Vault'-Tore weniger furchterregend machen.
Wer damit leben kann, dass er seinen Vault nur durch kontinuierliche (und obendrein teure) Lunchbox-Versorgung in absehbarer zeit in Gang bringen kann, der freut sich über ein herzig illustriertes und humorig präsentiertes Free2Play-Spielchen mit gewaltigem Suchtpotential.



EDIT:

Redateurs-Kollege Olaf Bleich (u.a. Computer BILD Spiele) kommentiert unseren Artikel wie folgt: "Größtes Problem ist in meinen Augen, dass Fallout Shelter ab 50 bis 60 Bewohner kaum mehr Neues bietet. Irgendwann läuft der Laden und dann wirds viel zu schnell viel zu eintönig. Hätte mir da mehr Zufallsereignisse - wie die Überfälle oder Feuer - gewünscht. Ich hab nach anfänglicher Euphorie inzwischen (irgendwas um die 80 Bewohner) ziemlich das Interesse dran verloren ... und hab keinen Cent investiert bislang. ;)"


Recht hat er: Nachdem unser erster erfolgloser Redaktions-Vault trotz Echtgeld-Investment und solider Ausrüstung von Super-Kakerlaken entvölkert wurde, haben wir ihn zusammen mit dem Käfergetier das Klo runtergespült. Bei Vault Nr. 2 haben wir es dann besser gemacht und deutlich weniger intensiv in die Redaktions-Kaffeekasse gegriffen – und bisher haben wir nur einen unwiderruflichen Todesfall zu beklagen. Dafür haben wir noch ein paar weitere Probleme entdeckt: Versuch Nr. 1 fand auf dem iPad statt, Versuch Nr. 2 auf dem iPhone – und hier steuert sich der Vault deutlich schwammiger und vor allem ruckel-zuckeliger als auf dem Tablet. Außerdem hatten wir inzwischen einige Abstürze, Sound-Aussetzer und sonstige Hänger (wie Menüs, die sich nicht mehr schließen lassen) zu beklagen – allerdings nur auf einem iPhone 5S, auf unserem betagten iPad 3 lief die Vault-Simulation schön rund.


Summa Summarum: Die Wertung bleibt wie sie ist. elektrospieler-Leser und Freelancer-Schreiberling Nick Buracas fasst es auf unserer FB-Seite schön zusammen: "Netter Timewaster und guter Marketing-Gag, aber mehr halt auch nicht ^^".


In diesem Sinne: Frohes Vault-Management… und Warten auf "Fallout 4"!

 


6.5

gut

Grafik: gut

Sound: gut

Steuerung: befriedigend

Spielspaß: befriedigend



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Kommentare: 2
  • #1

    dingens (Freitag, 26 Juni 2015 12:39)

    Mit seiner iOS- und Android-App "Fallout Shelter"
    ,,,die es aber nur für iOS gibt

  • #2

    Robert Bannert (Freitag, 26 Juni 2015 13:55)

    Stimmt, wird korrigiert. Danke